Sportmuffel?- ein Zwischenstand (EWTO)

Sport ist Mord und Breitensport ist Massmord. Das war mein Motto in den letzten Jahren.

Seit Anfang 2015 habe ich eine Sportart gefunden, die mich motiviert  eine regelmäßige, sportliche Tätigkeit mindestens einmal pro Woche, manchmal auch 2 mal auszuüben.  Verglichen mit den letzten 15 Jahren davor ist das ein Schritt nach vorne. Es war mehr Zufall als geplant.

Ende 2014 haben meine Kinder KidsWT angefangen und ich saß immer wieder auf der Bank zum Zuschauen und fand das ganze spannend. Dann bin ich irgendwann mal selbst zu einer Einführungsveranstaltung und zum WingTsun-Probetraining gegangen. Danach habe ich mich dann einfach angemeldet und bin hingegangen.

Am Anfang fühlte es sich an wie Joga mit blauen Flecken und ich war schnell gefrustet. Wir haben mit einer kleinen Gruppe zu einem Termin angefangen und gefühlt waren die alle lern-schneller als ich. Aber als Bewegungs-Legasteniker (TM mein Sportlehrer in der Realschule: „Kiste, Du fällst immer auf dem Kopf!“) war ich das gewohnt.

Und so ganz nebenbei merkt man Veränderungen. Man steht stabiler, länger auf einem Bein, hat mehr Ausdauer, manchmal blaue Flecken und oft lahme Arme und Schultern. Mir hilft es den Kopf freizubekommen. Ich muss mich so sehr auf die körperlichen Abläufe konzentrieren, daß der Alltag komplett verschwindet. Ich will einfach verstehen, warum manche Bewegungen so sind, wie sie sind. Die Auswirkungen von minimalen Winkeländerungen finde ich besondern spannend. Die Kraft aus dem Stand, die die höheren Grade zustande bringen ist wirklich faszinierend.

Das Konzept der Lehrgänge und Prüfungen hilft mir am Ball zu bleiben. Hierfür wird die EWTO oft kritisiert. Ich kann das nicht nachvollziehen, weil man auch einen Gegenwert bekommt. Das das kommerzielle Modell funktioniert finde ich eher beruhigend als schlimm. Aber da mag sich jeder ein eigenes Bild machen.

Wichtig ist es, wirklich gute Trainer und einen guten Si-Fu zu haben. In Kiel haben wir das  DaiSifu Frank Schmalz und ein wirklich tolles Team zu haben. Jeder vermittelt einem die Dinge mit einem anderen Blickwinkel – freundlich, manchmal mit viel Schwung.

Ich habe immer noch eine Schlaghemmung und stehe bei einer simulierten Schlägerei mit geschlossenen Augen wie ein Schaf im Raum. Aber es macht Spass und man lernt ganz verschiedene Leute kennen.

… und manchmal ist es trotzdem schwer, den Hintern hochzubekommen 🙂

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s